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Nostra Culpa!

Der Mensch ist an allem schuld.


look what they have done to my soul





Nostra Culpa!

Man is to blame for everything.


Wenn man die aktuellen  Diskussionen um Coronavirus, Klimawandel, Artensterben und Ausbeutung  von natürlichen Ressourcen näher betrachtet, um nur die Wichtigsten zu nennen, gewinnt man den Eindruck, dass bei der  zivilisierten Bevölkerung sich allmählich Panik breit macht.
    
Panik wovor eigentlich? Dass wir uns schämen, den nächsten Generationen einen weitgehend geplünderten Planeten zu hinterlassen?
Dass wir es mit der Angst zu tun bekommen, wenn wir die explosionsartig  zunehmende Weltbevölkerung ins Kalkül ziehen und mit Schrecken  feststellen, dass dieser Planet im Zivilisationsmüll zu erstickten droht? Oder gar,  dass uns eine Epidemie zu Grunde richtet, bevor wir uns fortpflanzen  können?
    
Aber wie schon seit Menschengedenken üblich, machen sich zahlreiche  Profiteure diese apokalyptischen Ängste der Menschen zu Nutzen
und predigen Heilversprechen nach dem Motto: „Wenn du dies tust oder jenes lässt, wird alles gut“.
Allein die christlichen Kirchen profitierten über 1400 Jahre von diesen perfiden Deal. „Halte dich an unsere Verbote, zahle Ablass und deine Sünden werden dir vergeben.“
    
Angst ist ein hervorragendes Vehikel, sich gutgläubiger Menschen zu bemächtigen.

Noch vor 80 Jahren machten es die Demagogen des Dritten Reiches vor, indem sie die Furcht vor Fremdherrschaft, Angst vor unmäßigen Reparationszahlungen oder die Wut auf Unterwanderung durch Nichtchristen schürten. Und schlugen „Kapital“ aus genau diesen Ängsten. Selbst Versicherungen haben dieses Prinzip verstanden und machen  Geschäfte mit kleinlichen oder großen Ängsten jedes Einzelnen.  
    
Doch kommen wir zurück auf die aktuellen Ängste, die selbst gebildete Menschen in paralytische Angststarre versetzen, zu endlos kontroversen Debatten führen, Wut und Hass gegen Andersdenkende erzeugen und sich schließlich sogar in politischen Konzepten niederschlagen.
    
Fürchten wir womöglich, dass die Menschheit dem Untergang geweiht ist? Dass es nur noch wenige Generationen dauert, bis dieser Planet für uns Menschen keine Überlebenschancen mehr zu bieten hat?
Dass wir es sogar selbst erleben, von einer Pandemie dahingerafft zu werden?
Dass wir alles vergeigt haben?
    
Ja. Das ist es, was uns wohl bevor steht.
    
Denn sehen wir uns doch einmal um… In rund dreitausend Jahren hat dieses  einzigartig intelligente Wesen sich die Welt wahrhaft untertan gemacht. Welches Lebewesen zuvor - und es waren viele Millionen Jahre - hat jemals einen derartigen Einfluss auf den Planeten genommen, eine solche Massenpopulation erreicht - bei derartiger Körpergröße? Welche Lebewesen zuvor haben solch epochale Entwicklungen nur für ihre Bequemlichkeit oder Aggression hervorgebracht? Wer sonst hat Hilfsmittel erfunden, um die kläglichen körperlichen Fähigkeiten seiner Spezies zu überwinden:
Fliegen, Rennen, Schwimmen, Tauchen. Alles können spezialisierte Tiere besser als wir, aber wir wollen es ebenso.
Sogar in den Weltraum vorstoßen – wozu eigentlich?
 
Nur bei Kriegen und der Vernichtung unserer eigenen Art - einer  manischen Suizidalität - sind wir Anderen an Brutalität überlegen.
Allein im 20. Jahrhundert starben 100-185 Millionen Menschen durch Kriege. Von den Gefallenen und zivilen Opfern in über 600 kriegerischen Auseinandersetzungen seit dem Jahr 1000 ganz zu schweigen. In tausend Jahren hat dieser „Homo sapiens“ rund eine viertel Milliarde seiner Artgenossen umgebracht.
Offenbar ist der Mensch für sich selbst die größte Gefahr.
    
Glaubt die Menschheit wirklich, dass dies alles folgenlos bleibt und wir davonkommen?

Nein. Denn wir haben eine fatale Erblast:
Es ist unsere Intelligenz, die Klugheit, die uns zwar hervorhebt gegenüber anderen Lebewesen aber zugleich unser Fluch ist.
    
Wollten wir es schaffen, unser Überleben auf diesem Planeten zu sichern, müssten wir auf unsere fatale Intelligenz verzichten.
Oder wenigsten unsere Klugheit dafür einsetzen, nur das zu tun und zu  lassen, was uns andere Bewohner dieser Erde täglich vormachen.
Nämlich im Gleichgewicht mit der Natur zu leben, deren Wandel und auch die Bedrohungen zu akzeptieren und nicht viel mehr Ressourcen zu verbrauchen, als wir für unseren eigenen Substanzerhalt benötigen.

Aber wie absurd ist das?
Denn so etwas steht nicht mehr in unseren Genen geschrieben.
    
Immer weiter verhalten wir uns wie ein krebskrankes, metastasierendes  Geschwür, dessen DNA schon längst mutiert - und eine Heilung, ein Zurück unmöglich ist. Insofern sollten wir uns nicht dem Irrglauben hingeben, wir könnten Naturereignisse,
Pandemien oder das Ökosystem zu unseren Gunsten beeinflussen, einen Weg zurück zu finden oder eine List erdenken, wie wir primitiv leben, doch gleichzeitig unsere Bequemlichkeit und Gesundheit genießen.
Oder gar einen Schuldenablass generieren, der Geld kostet aber der Natur nichts nützt.
    
Unsere wahre Schuld ist viel größer und unerbittlich.
    
Es bleibt nur, uns ohne Angst und Heilversprechen mit einem „palliativen“ Zustand abzufinden und wenigstens die letzten Jahre unserer Erdenpräsenz in würdevoller Demut abzuwarten.
    
Es sei denn, unser biblischer Fluch – die Klugheit –
würde eines Tages aus unseren Genen ausgemerzt
und wir hätten ohne „Krone der Schöpfung“
wieder Zugang zum Paradies.


If you take a closer look at the current discussions about coronavirus, climate change, species extinction and the exploitation of natural resources, to name just the most important ones, you get the impression that the civilized population is beginning to panic.
 
Panic at what? That we are ashamed to leave a largely looted planet for the next generations? That we are dealing with fear, if we take the explosively increasing world population into account and find with horror that this planet threatens to suffocate in the garbage of civilization? Or that an epidemic destroys us before we can reproduce?

Otherwise, as usual since human memory, numerous profiteers make use of these apocalyptic fears of the people and preach healing promises according to the motto: "If you do this or leave that, everything will be fine". The Christian churches alone benefited from this perfidious deal for over 1400 years: "Stick to our prohibitions, pay indulgences and your sins will be forgiven."

Fear is an excellent vehicle for seizing people who believe in good faith. Even 80 years ago, the demagogues of the Third Reich did the same by stirring up fear of foreign rule, fear of excessive reparations payments, or anger at infiltration by non-Christians. They capitalized on precisely these fears. Even insurance companies have understood this principle and do business with small or large fears of every individual.

But let's get back to the current fears that make educated people paralyzed by fear - not to mention "uneducated" classes - lead to endlessly controversial debates, generate anger and hatred of those who think differently and ultimately even translate into political concepts.

Are we possibly afraid that humanity is doomed? That it only takes a few generations until this planet has no chance of survival for human beings? That we are experiencing being scrapped? That we screwed everything up?

Yes. That is what we are facing.

Because, let's have a look around ... In less than two thousand years, this unique "intelligent" being has truly "subjugated" the world. Which creature before - and it was millions of years ago - has ever had such an impact on the planet and reached such a mass population - with respect to their body size? Which living beings before have brought about such epochal developments only for their convenience or aggression?

Who else invented tools to overcome the pathetic physical abilities of their species: flying, running, swimming, diving. Specialized animals can do everything better than us, but we want it too. Even venturing into space – for what? Only in wars and the annihilation of our own kind - a manic suicidal tendency - are we superior to others in brutality. In the 20th century alone, 100-185 million people died from war. Not to mention the fallen and civilian victims in over 600 armed conflicts since the year 1,000. In a thousand years, this "Homo sapiens" killed around a quarter of a billion of its own species.

Does mankind really believe that all this has no consequences and that we can get away?

No. Because we have a fatal inheritance: It is our intelligence, the wisdom that makes us stand out from other living things but is also our curse.
 
If we wanted to ensure our survival on this planet, we would have to do it without our fatal intelligence. Or at least use our wisdom to do and leave only what other inhabitants of this earth show us every day. Namely to live in balance with nature, to accept its change and threat and not to use much more resources than we need for our own substance maintenance.
 
How absurd is this?
Something like that is no longer written in our genes. We continue to behave like a cancerous metastatic ulcer whose DNA has long mutated and a cure, a return is impossible.

In this respect, we should not be under the misconception that we could influence natural events, pandemics or the ecosystem in our favor, find a way back or devise a ruse of how we live primitively, but at the same time enjoy our convenience and health. Or even to generate a debt relief that costs a lot of money but is senseless.

Our real guilt is much bigger and relentless. The only thing left to do is to put up with a “palliative” state without fear and promise of healing and to wait for the last years of our earthly presence with dignified humility.

Unless one day our biblical curse - prudence -
would be eradicated from our genes and
we would have access to paradise again
without the “crown of creation”.
Dr. Martin Eckert, 1. Mai 2020
 
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